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Projekt Industriekultur 2014 Teil 1

Im Winter bin ich nicht so gerne mit der Kamera unterwegs, obwohl es wahrscheinlich viele schöne Motive zu

fotografieren gäbe. Doch die Kälte macht meinen Fingern mächtig zu schaffen, oder ich bin einfach nur ein Weichei :-D

Und deshalb nahm ich mir im Jahreswechsel für diesen Frühling und Sommer vor, so viel zu fotografieren und

unterwegs zu sein wie möglich. Ich überlegte mir ein par Projekte die ich in dieser zeit verwirklichen wollte.

Ursprünglich wollte ich Lostplaces fotografieren, doch da ich nach längerem recherchieren nicht wirklich viel

Lostplaces gefunden habe, und wenn ich welche im Netz gefunden habe diese Ziele einfach zu weit weg waren, verwarf

ich dieses Vorhaben erst mal. Und weil ich eigentlich immer alleine unterwegs bin, war das noch ein weiterer Grund

dieses Projekt zu verwerfen, da solche Plätze auch immer Gefahren verbergen.

Naheliegend war dann die Industriekultur, denn dies sind ja auch quasi

Lostplaces,

die allerdings für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden sind. Und

außerdem, im nicht so weit entfernten Ruhrgebiet, gut zu erreichen sind.

Als erstes möchte ich euch vom LAPADU (Landschaftspark Duisburg)

erzählen.

Im Projekt Industriekultur wollte ich meine frisch

erworbene neue Kamera mit meinem neuen

Weitwinkelobjektiv ausprobieren. Durch dieses konnte

ich die alten, hohen Hochöfen richtig schön gigantisch

erscheinen lassen. Bei diesem Bild war die

Nachbearbeitung allerdings sehr aufwändig. Durch das

Gegenlicht waren die oberen Bereiche sehr hell und die

unteren Bereiche recht dunkel. Doch nach viel Spielerei

in PhotoShop habe ich dann das Werk (links) heraus

bekommen. Dieses Bild habe ich auch zur Beurteilung

zu BBU  geschickt und dort wurde mir, unter anderem,

angeraten das Bild anders zu croppen. Das Ergebnis

seht Ihr Rechts.

Im LAPADU kann man nicht nur hohe

Gebäude gigantisch aussehen lassen,

sondern auch verschiedenen Formen und

Struckturen finden, wie z.B. in Form von

Stahlträgern (rechts) oder Fachwerk (links).

In diesen beiden Fällen habe ich mich für

schwarz/weiß entschieden, damit die

Strukturen besser zur Geltung kommen.

Manche Gebäude und Konstruktionen wirken regelrecht postapokalyptisch.

Dieses Bild (rechts) ist ein gutes Beispiel.

Bis heute weiß nicht, wofür dieses Bauwerk eigentlich ist.

Ich weiß nur, dass sich auf der linken Seite, in Höhe der Hütte,

Eisenbahnschienen und daneben Lagerbunker befinden.

Es scheint irgendwas zum entleeren der Eisenbahnwagons zu sein.

Aber warum das ganze so hoch konstruiert worden ist, ist mir ein Rätsel.

Ich wäre gerne mal nach ganz oben gegengen, allerdings war der Zugang zu den Treppen

gesperrt, so das ein herauf gehen ohne sich eventuell zu verletzen unmöglich war.

Ein unscheinbarer Durchgang zwischen den Bunkern hat mich auch sehr gefesselt und

beschäftigt mich sogar noch heute.

Wenn ich das nächste mal in den LAPADU komme, werde ich dieses Bild (links) nochmal

mit anderen Einstellungen aufnehmen.

Ich habe hier mit einer recht geschlossenen Blende gearbeitet und das nächste mal

werde ich die Blende so weit wie möglich öffnen, um die Mauern an den Seiten extrem

unscharf wirken zu lassen.

Vieleicht wäre ein LensBaby auch ein schönes Stilmittel dafür.

Auf dem Weg auf den Ofen 5, der begehbar gemacht wurde,

habe ich diesen Schaltkasten entdeckt.

In dem Moment lugte die Sonne zwischen der ansonsten recht dichten Wolkendecke

hervor und strahlt Diesen recht schön an.

Ursprünglich wollte ich den Schaltkasten aus einer anderen Perspektive und weit-

winkliger fotografieren. Der im Hintergrund stehenden Hochofen sollte da durch mit in

das Bild einbezogen werden.

Doch leider hätte ich dafür eine Absperrung überschreiten müssen und dies wollte ich

aus Sicherheitsgründen nicht.

Oben vom Ofen 5 hat man einen atemberaubenden Ausblick. Leider war

das Wetter miserabel, so das die Aufnahme eher mäßig geworden ist. 

Am Horizont ist nur noch graue Suppe zu erkennen.

Ich habe mit der RAWentwicklung mein Bestes versucht um das

Optimum aus dem Bild heraus zu holen.

Das Ergebnis seht Ihr hier linksDas Gelände des LAPADU gibt fotografisch unheimlich viel her und wenn man bis nach

einbruch der Dunkeheit bleibt kann man ein Lichtspektakel aller erster Güte bestaunen.

Leider waren die Wetterbedingungen und der Umstand, dass ich mich mit meiner neuen Kamera noch nicht ganz so gut

auskannte, nicht sehr vorteilhaft für meine fotografische Leistung an diesem Tag.

Projekt Industriekultur 2014 Teil 2

Mit dem LAPADU war dann mein Projekt Industriekultur für dieses Jahr auch abgeschlossen.HaHa Ihr habt gedacht,

damit war das Projekt IndustrieKultur abgeschlossen? Nö! Denn mit welcher Location ich das Projekt Industriekultur

gestartet habe ist mindestens genau so wichtig. Nunja, es ist halt schon ein paar Monate her, dass ich das Projekt

gestartet habe und des Rätsels Lösung, warum ich in diesem FotoBlog mit dem LAPADU gestartet bin und nicht mit

meinem ersten Ziel, die Zeche Zollern, ist so simpel wie das EinmalEins. Ich habe die Daten durcheinander geworfen

und war im Glauben das ich als erstes im LAPADU  und später erst in der Zeche Zollern war.

Die Zeche Zollern ist eine richtig schöne Fotolocation und für 6€ bekommt man eine menge

architektonisches und Industriekultur geboten.

 Architektonisch sind die roten Ziegelbauten besonders hervor zu heben,

wenn die Sonne tief steht leuchtet sie regelrecht.

Die Zeche Zollern bietet auch viele kleine Installationen und

Ausstellungen, die man mit ein wenig Kreativität interresant in Szene

setzen kann. Hier links z.B. ein Modell des Zechengeländes, innerhalb des

Förderturmes.

Für viele ist die Maschinenhalle das Highlight in der Zeche Zollern,

doch an dem Tag als ich dort war ist sie wegen Umbauarbeiten geschlossen gewesen.

Für mich war das Highlight jedoch der Förderturm, der voll begehbar ist.

Ich wollte eigentlich nach ganz oben, um den Ausblick zu genießen,

doch auf halbem Weg machte ich kehrt,

da ich meine komplette Ausrüstung im Schlepptau hatte und diese mich auf den

schmalen Aufgängen extremst behinderte.

Seit dem überlege ich 2 mal, was ich auf einer Tour mitnehme.

Das Foto ist mit meinem, zu diesem Zeitpunkt,

neuem Weitwinkelobjektiv entstanden und nach diesem Bild fing ich an es zu lieben :-D

IInnerhalb des Förderturmes kann man das Sortierband besichtigen an dem früher die

Männer und Frauen das Gestein aus der Kohle sortiert haben.

Man kann die harte Arbeit regelrecht fühlen und sich sehr gut vorstellen, 

wie es damals wohl gewesen sein muss.

Hier habe ich einen Bildausschnitt gewählt,

der recht eng wirkt, doch ich wollte es vermeiden moderne Elemente wie

Museumsschilder oder Kaltlichtkathoden auf das Bild zu bekommen.

Und leider stehe ich nicht ganz zentral in der Mitte,

dadurch wirkt das Bild auch nicht wirklich stimmig.

Aber leider sehe ich solche Dinge meistens erst wenn ich die Bilder Zuhause auf dem

Computer sichte.

Auf dem Gelände kann man dann noch einiges an Stuff finden,

von alten Loren über Zugmaschinen bis hin zu alten Kränen wie hier links.

Hier habe ich auch wieder sehr weitwinklig fotografiert.

Warum?

Weil ich es kann. :-D

Das Weitwinkelobjektiv war eben neu und ich musste es ausprobieren.

Ihr merkt schon, mit dem Weitwinkel bin ich bei dem Projekt Industriekultur

sehr intuitiv umgegangen.

Mittlerweile nutze ich es vorwiegend für Landschaft und Panoramen.

Kurz bevor ich gehen wollte, entdeckte ich einen Bohrkopf auf dem Vorplatz.

Diesen wollte ich unbedingt einfangen.

Ich wusste nur noch nicht wie.

Nach dem Ausprobieren verschiedener Perspektiven viel mir der  2. Förderturm des

Geländes auf.

Ich wollte ihn unbedingt mit in das Bild einbauen.

Ich habe mich dann für die Variante die ihr hier links seht entschieden.

Ich habe es auch mit einer geschlossenen Blende versucht,

um den Förderturm scharf zu Zeichen,

doch das wirkte irgendwie platt.

Wenn ich mich von irgendwo auf den Rückweg mache, fahre ich gerne über die Dörfer und versuche Autobahnen und

Kraftfahrstraßen zu meiden um vielleicht noch mögliche Motive zu entdecken.

So wie auf dem Rückweg von der Zeche Zollern. Als ich über Hamm Stockum nach Hause fuhr,

bot sich mir ein Bild welches mich begeisterte.

Die Sonne stand tief und lies das Kraftwerk Stockum in der malerischen Landschaft wie Gold erstrahlen.

Das war mein Projekt Industriekultur 2014. Ich werde es 2015 bestimmt wiederholen

und dann werde ich beide Jahre miteinander vergleichen,

es werden die selben Objekte vor meiner Linse auftauchen,

doch wie ich mit Diesen umgehen werde weiß ich noch nicht.

Doch versprechen kann ich, dass es auf jeden Fall interessant wird meinen Blick und meine Skills

von dem einen Jahr zum nächsten miteinander zu vergleichen.

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